Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen

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Das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen ist eine Gedenkstätte in Berlin Ost im heutigen Bezirk Lichtenberg. Hier waren von 1945 bis zur Wende verschiedene berüchtigte Gefängnisse. Heute steht der ehemalige Knast unter Denkmalschutz. Jeden Tag kommen hunderte, oft tausende, Touristen. Man kann in Rahmen einer Führung (Dauer 2 Stunden) für nur 6 Euro das Gefängnis anschauen. Man sieht Zellen, Verhörräume und vieles mehr.

Link:   Tour zum Stasi-Gefängnis mit anderen Stopps zum Thema Stasi und DDR

Alleine kann man in dem Stasi-Knast Hohenschönhausen nicht rumlaufen, man muss eine Führung buchen. Zuerst bekommt man einen Film gezeigt, der in 30 Minuten die Geschichte der heutigen Gedenkstätte zusammenfasst. Danach zeigt ein Führer, mache sind ehemalige Häftlinge, den Besuchern das Gefängnis. Zuerst sieht man die Zellen im Keller, die von sowjetischen Besatzungssoldaten unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg benutzt wurden. Kleinste Zellen für bis zu 12 Personen, darin nur Holtbrischen und ein Eimer als Toilette. 1951 übernahm die Stasi das Gefängnis in Hohenschönhausen.


Eine neuer Zellentrakt wurde errichtet, mit Einzelzellen. In Hohenschönhausen wurden vor allem politische Häftlinge der DDR inhaftiert. Es war ein Untersuchungsgefängnis, die meisten Gefangenen blieben nur wenige Wochen. Sie wurden in Hohenschönhausen von der Stasi verhört. Die Insassen waren alle in Einzelhaft, sie bekamen niemals Mitgefangene zu sehen. In den stundenlangen Verhören wurden Geständnisse erpresst und Aussagen über Bekannte und Verwandte erzwungen. Folter war im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen üblich. Die Gefangenen wussten meist gar nicht wo sie sind.

Die Führung hat uns sehr gut gefallen. Unser Führer war informativ und hatte Humor. Man sieht zuerst die alten Zellen im Keller, errichtet von der Sowjetunion. Nach dem Krieg waren hier tausende Nazi-Funktionäre und auch Unschuldige eingesperrt. Danach sieht man den Trakt der Stasi. Man sieht die berüchtigten Einzelzellen und einen der Gefangen-Transporter mit dem die Häftlinge in andere Anstalten transportiert wurden.

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Von AnagoriaEigenes Werk, CC BY 3.0, Link

Auch in eines der über 100 Verhörzimmer kann man hineingehen. Insgesamt eine tolle Führung über ein schreckliches Thema. Ergreifend sind vor allem die vielen kleinen Geschichte über die Einzelschicksale der politischen Gefangenen in der DDR.

Öffnungszeiten Gedenkstätte Hohenschönhausen

Wie gesagt, man kann nur mit Führung in der ehemaligen Stasi-Knast. Nur Gruppen über 6 Personen müssen sich vorher anmelden.

Von März bis Oktober gibt es jeden Tag Führungen in deutscher Sprache zu jeder vollen Stunde zwischen 10 Uhr bis 16 Uhr. Im Winter gibt es von Montag bis Freitag weniger Führungen und  zwar um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr, am Wochenende wie im Sommer jede Stunde von 10 bis 16 Uhr.

Es gibt zusätzlich Führungen auf Englisch und zwar um 10:30, 12:30 und 14:30 im Sommer und 11:30 und 14:30 im Winter. Sonntags um 14 Uhr gibt es ganzjährig auch eine Führung auf Russisch.

Führungen kosten nur 6 Euro pro Person, Studenten, Behinderte usw. bezahlen 3 Euro, Schüler sogar nur 1 Euro.

Die Gedenkstätte Hohenschönhausen gehört aus unserer Sicht zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten in Berlin.

Anfahrt Hohenschönhausen Gefängnis der Stasi

In der Umgebung sind viele Wohnhäuser, viele Plattenbauten aus der DDR.

Parken: Es sollte kein großes Problem sein, um das ehemalige Untersuchungsgefängnis einen Parkplatz zu finden.

Öffentliche Verkehrsmittel zur Gedenkstätte Hohenschönhausen: Man nimmt vom Berliner Hauptbahnhof, Alexanderplatz oder vom S-Bahnhof Landsberger Allee (Ringbahn) die Straßenbahn in Fahrtrichtung Osten. Man steigt aus an der Haltestelle „Freienwalder Straße“. Von dort geht man rechts die Freienwalder Straße hoch (circa 400 Meter). Die Straße endet an dem ehemaligen Gefängnis.

Nach dem Gefängnistor geht man links. Hier findet man die Kasse, einen Buchladen (Souvenir-Shop) und eine Cafeteria mit kleinen Speisen und Getränke. Hier ist auch der Treffpunkt für die Führungen durch das Stasi Gefängnis Hohenschönhausen.

Doku von Youtube über der Gefängnis Hohenschönhausen

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FAQ Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen – Kurz & präzise Antworten (Snippet-optimiert)

Was ist das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen?

Das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen ist eine ehemalige Untersuchungshaftanstalt der DDR-Staatssicherheit. Heute ist es eine Gedenkstätte und ein Museum.

Wo befindet sich das Stasi-Gefängnis?

Die Gedenkstätte liegt im Berliner Stadtteil Lichtenberg, Adresse: Genslerstraße 66, 13055 Berlin.

Wie kommt man nach Hohenschönhausen?

Am besten mit Tram oder Bus, z. B. von der S-Bahn-Station Landsberger Allee. Die Anbindung ist gut, aber etwas außerhalb des Zentrums.

Was kann man im Stasi-Gefängnis sehen?

Besucher sehen originale Zellen, Verhörzimmer und Haftbereiche. Führungen erklären die Methoden der Staatssicherheit in der DDR.

Gibt es Führungen im Stasi-Gefängnis?

Ja, ein Besuch ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Viele Führungen werden von ehemaligen Häftlingen geleitet.

Was kostet der Eintritt?

Der Eintritt kostet meist etwa 10 bis 15 Euro für Erwachsene. Es gibt ermäßigte Tickets.

Wie lange dauert ein Besuch?

Eine Führung dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden.

Ist das Stasi-Gefängnis für Touristen geeignet?

Ja, besonders für Besucher, die sich für Geschichte und die DDR interessieren.

Ist die Gedenkstätte überlaufen?

Sie ist gut besucht, aber durch die Führungen gut organisiert. Eine vorherige Buchung ist empfehlenswert.

Ist das Stasi-Gefängnis für Kinder geeignet?

Nur eingeschränkt. Die Inhalte sind ernst und eher für Jugendliche und Erwachsene geeignet.

Ist die Gedenkstätte barrierefrei?

Teilweise. Einige Bereiche sind zugänglich, andere aufgrund der historischen Struktur eingeschränkt.

Was macht das Stasi-Gefängnis besonders?

Die original erhaltenen Räume und Zeitzeugenberichte geben einen direkten Einblick in die DDR-Vergangenheit.

Ist das Stasi-Gefängnis ein wichtiger Ort?

Ja, es ist einer der wichtigsten Erinnerungsorte zur DDR-Geschichte in Deutschland.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Unter der Woche und mit vorheriger Reservierung, da Führungen schnell ausgebucht sein können.

Kann man das Gefängnis ohne Führung besuchen?

Nein, der Zugang ist nur im Rahmen einer Führung möglich.

Ist das Stasi-Gefängnis ein Highlight in Berlin?

Ja, besonders für historisch interessierte Besucher gehört es zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Lohnt sich ein Besuch?

Ja, die Gedenkstätte bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte der DDR und ist sehr lehrreich.

Für wen lohnt sich der Besuch besonders?

Für Geschichtsinteressierte, Erwachsene und Besucher, die mehr über die DDR erfahren möchten.

Warum ist das Stasi-Gefängnis so bekannt?

Es ist eines der bekanntesten Symbole für politische Verfolgung in der DDR und bietet authentische Einblicke in diese Zeit.

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