Preise Berlin

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Berlin: Preise und Reisekosten

In fast allen Ländern Europas ist die Hauptstadt und größte Stadt des Landes auch die teuerste Stadt. Nicht aber Berlin! Berlin ist eine, zumindest für westdeutsche Verhältnisse, eher arme Stadt und hat entsprechend niedrigere Preise. Dies gilt auch für die Reisekosten der Urlauber, die sparen müssen. Kaum anderswo in der Republik findet man günstigere Hostel, einfache Hotels als in Berlin. Auch bekommt man für 3-3,50 Euro an fast jeder Ecke einen Kebab oder eine große Portion asiatischen Nudeln. Der Berliner Nahverkehr bringt einen fast überall hin, auch nachts. Im folgenden eine kleine Übersicht über Preise und Preisniveau in Berlin.

Wie finde ich in Berlin eine günstige Unterkunft?

Die Unterkunft frisst leider einen großen Teil der Reisekosten auf. Es ist fast immer besser im Internet vorher eine Unterkunft für einen Berlin-Urlaub zu buchen. Der Hauptvorteil ist die größere Transparenz. Man kann im Internet mehrere hundert Hotels oder Hostels miteinander vergleichen. Nimmt man sich einige Zeit, findet fast jeder eine passende Unterkunft. Die Preise sind zum Teil sehr verschieden. Sie hängen u.a. von den Ansprüchen und dem Stadtbezirk ab. Der Bezirk Mitte ist der teuerste, die günstigsten Hotels und Hostels findet man meist etwas außerhalb. Ideal ist für meisten Touristen ein günstiger, sicherer Stadtteil und möglichst nahe an der U-Bahn. Die S-Bahn ist in Berlin etwas unzuverlässiger und es fahren in der Regel weniger Züge pro Stunde. Gute, günstige Pensionen gibt es in Westberlin rund um dem Kudamm, im Osten z.B. in Friedrichshain.

Aber auch in der Nähe des Hauptbahnhofs, in Schöneberg oder in Teilen Neuköllns gibt es viele einfache Hotels und Hostels. Richtig gefährliche Gegenden hat Berlin eher wenig, aufpassen sollte man z.B. in einigen Teilen Neuköllns. Im Osten kanne sein, dass man nichts anderes als einige Kilometer langweilige Plattenbauten um sich hat. In Ostberlin kommen neben Friedrichshain auch Prenzlauer Berg und, wenn man was günstiges findet, die Stadtmitte (Bezirk Mitte) in Frage. Außerhalb der Hauptsaison haben die Unterkünfte natürlich auch in Berlin günstigere Preise, die Unterschiede sind aber nicht so hoch wie in den meisten Urlaubsregionen. Eine super Website mit hunderten Hotels im Vergleich findet man hier.





Normalerweise fangen die Preise in Berlin für Einzelzimmer bei 35 Euro an, für Doppelzimmer findet man etwas ab etwa 45 Euro. Zumindest war dies bis vor einigen Jahren so. Aktuell (Stand Anfang 2019) gibt es Zeiten, in denen die Preise deutlich höher liegen. Dies ist vor allem im Sommer der Fall. Berlin ist trendy und zieht immer mehr Besucher an. Zum Beispiel hat die Zahl zahlungskräftiger Touristen aus Skandinavien in Berlin deutlich zugenommen. Auch während Messen und an dem Tag vor und nach eines wichtigen Fußballspiels liegen die Preise für Hotels in Berlin nun deutlich höher. Es gibt es Sommerwochen, in den mehr als 80% der Pensionen und Hotels ausgebucht sind. Dann sollte man unbedingt frühzeitig buchen.

Wer alleine unterwegs ist, kann auch in ein Hostel gehen. Dies sind in etwa private Jugendherbergen. Hostels haben in Berlin eine harte Konkurrenzsituation untereinander. Dinge wie Mitgliedspflicht oder Alkoholverbot sind in den meisten Herbergen in Berlin unbekannt. Die Preise sind niedrig, sie fangen etwa bei 10-15 Euro pro Nacht an. Ist man zu zweit unterwegs, kommt man mit einer einfachen Pension aber meist besser weg. Ist man alleine, sind die Hostels der ideale Platz um Leute kennenzulernen. Hier nochmals der Link zu einer Website mit vielen Angeboten für Unterkünfte in Berlin.

In Berlin preiswert Essen und Trinken

Fastfood gibt es in Berlin wie Sand am Meer. Die Preise sind in einem großen Teil der Stadt immer noch niedrig. In den Westberliner Bezirken ist das Preisniveau in den Vierteln mit sozialen Problemen am größten. Ich habe ich Neukölln im Jahr 2017 schon viele tolle Döner Kebabs für 2,50 Euro gegessen.

Döner Kebab

Ein Softdrink oder ein kleines Bier kostet hier oft nur 1 oder 1,50 Euro. Daneben gibt es die gute, alte Currywurst, die nirgendwo so gut schmeckt wie in Berlin. Sie kostet manchmal nur 2,00 Euro, meist aber zwischen 2,50 und 3,00 Euro. Die asiatischen Nudeln mit und ohne Fleisch (meist Huhn) machen für etwa 2,50 bis 3,50 Euro richtig satt. Geht man in echte Restaurants, sind die Preise sehr verschieden, aber im Durchschnitt etwa 20%-30% günstiger als in München, Stuttgart oder Frankfurt. In manchen Bezirken wie in Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg oder Mitte haben die Preise in den letzten Jahren aber deutlich angezogen.





Diese gilt besonders für Gastronomie-Betriebe, die gerade „in“ sind. Allgemein sind die Preise in den Kneipen (Bierpreise usw.) nicht mehr günstiger als anderswo in Deutschland. In typischen Kneipen zahlt man derzeit (2017) fast überall über 3 Euro für ein großes Bier. Am günstigsten zum Essen sind die vom Zentrum weit entfernten Bezirke wie Mahrzahn. Viele Kneipen in Berlin haben 7 Tage die Woche 24 Stunden geöffnet.

Billig durch Berlin kommen (öffentliche Verkehrsmittel usw.)

Am billigsten kommt man durch Berlin zu Fuß oder mit dem eigenen Fahrrad. Das Mieten von Rädern ist jedoch meist teurer als die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin. Zu Fuß sieht man nicht allzu viel, Berlin ist einfach zu groß.

U-Bahn Berlin
U-Bahn Berlin

Wochenkarten: Bleibt man eine Woche, gibt es eine 7-Tageskarte für die öffentlichen Transportmittel (U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn, Bus) für etwa 30 Euro (Zone A und B, das ist etwa die ganze Stadt Berlin, also nicht z.B. Potsdam). Die Karte für alle drei Zonen (A,B,C) hat nur einen leicht höheren Preis und schließt viele umliegende Gemeinden wie Potsdam mit ein. Auch der Flughafen Schönefeld liegt im Bereich C.

Tageskarten gibt es auch in den Versionen A,B und A,B,C und kosten 7,40 bzw. 7,70 (Stand Juni 2017). Die Berliner U-Bahn fährt in Berlin am Wochenende auch in der Nacht, jede Nacht verkehren Nachtbusse. Auch die Straßenbahnen (Tram) verkehrt auf vielen Linien die ganze Nacht.

Monatskarten: Wer länger bleibt, kann sich den Kauf einer 10-Uhr-Karte überlegen. Diese gilt einem Monat und kostet etwas mehr als 60 Euro. Nachteil ist, dass man die öffentlichen Verkehrsmittel mit dieser Karte unter der Woche erst ab 10 Uhr benutzen darf. Es ist also eine ideales Ticket für Langschläfer in Berlin, die länger in der Hauptstadt bleiben.

Senioren und junge Leute erhalten einige der oben besprochenen Fahrkarten auch in Berlin deutlich günstiger.

Einzelfahrkarten sind in Berlin inzwischen ziemlich teuer. Die Fahrt mit Umsteigen (Zonen A und B kostet 2,80 Euro, alle drei Zone sogar 3,10 Euro.

Tipp: Übersicht über Preise in Griechenland

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